Stromtrasse Wahle-Mecklar

Das Bild im Anhang des Trassenverlaufes auf die Seite des Reiters und als Download.

Die geplante Höchstspannungsleitung wird die Netzknotenpunkte Wahle in Niedersachsen und Mecklar der Gemeinde Ludwigsau in Nordhessen miteinander verbinden. Die rund 230 Kilometer lange Verbindung erhöht die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord- Süd-Achse und wird in Zukunft die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen und Nordhessen gewährleisten.

Im Rahmen des Leitungsbauvorhabens werden auch die Umspannwerke Wahle und Mecklar ausgebaut. Zudem sind ein Erweiterungsumbau des Umspannwerks Hardegsen sowie der Neubau des Umspannwerks Lamspringe vorgesehen. Teil des umfassenden Projekts ist darüber hinaus die Anbindung des Pumpspeicherkraftwerks Erzhausen.  

Um die Planung überschaubarer zu machen, wurde das Projekt in vier Abschnitte unterteilt.

Abschnitt A: Umspannwerk Wahle bis Umspannwerk Lamspringe

Abschnitt B: Umspannwerk Lamspringe bis Umspannwerk Harsdegen. Das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen soll mit einem Erdkabel angebunden werden.

Abschnitt C: Umspannwerk Harsdegen bis zur niedersächsischen-hessischen Landesgrenze (auf Höhe Kassel)

Abschnitt D: Von der niedersächsisch-hessischen Landesgrenze bis zum Umspannwerk Mecklar  

Der vordringliche Bedarf für die neue Höchstspannungsleitung wurde 2009 im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) rechtsverbindlich beschlossen. Im Bedarfsplan des EnLAG wird der Neubau als Vorhaben Nr. 6 genannt und im Netzentwicklungsplan 2012 als „Startmaßnahme“ bestätigt.   Bei Leitungsprojekten im Wechselstrombereich ist die Möglichkeit einer Erdverkabelung auf Teilstrecken nur dann gegeben, wenn der Gesetzgeber das Projekt als Pilotprojekt ausgewiesen hat, Wahle-Mecklar ist eines von vier Pilotprojekten. So plant TenneT im Leitungsabschnitt C im Bereich Göttingen einen Erdkabelabschnitt. Eine zusätzliche Erdkabelpilotstrecke von 10 bis 20 Kilometern Länge wurde im Leitungsabschnitt A, zwischen dem Umspannwerk Wahle und dem Umspannwerk Lamspringe, ausgewiesen.

 

Verfahrensstand

Abschnitt A (Umspannwerk Wahle - Umspannwerk Lamspringe)

Das erweiterte Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) ermöglicht einen zusätzlichen Erdkabelabschnitt im Leitungsabschnitt A zwischen den Umspannwerken Wahle und Lamspringe. Auf Basis der neuen Gesetzeslage hat TenneT verschiedene Abschnitte entlang der ins Planfeststellungsverfahren eingereichten Freileitungstrasse untersucht. Als vorzugswürdig wurde ein Untersuchungsraum eingestuft, der auf einer Länge von rund 12,5 Kilometer den Landkreis Wolfenbüttel, die Stadt Salzgitter und den Landkreis Hildesheim berührt. In den kommenden Monaten wird TenneT den genauen Verlauf des Erdkabelpiloten prüfen. Die Ergebnisse werden nach derzeitigem Planungsstand vermutlich im Herbst 2016 vorliegen. Das aktuell laufende Planfeststellungsverfahren wird somit weiter fortgesetzt. Die geänderten Planungen werden im Rahmen eines Planänderungsverfahrens, erneut öffentlich ausgelegt.

 

Abschnitt B (Umspannwerk Lamspringe - Umspannwerk Hardegsen)

Für den 50 Kilometer langen Leitungsabschnitt B hat die NLStBV am 19. Mai 2014 das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Aufgrund von Einwendungen und Stellungnahmen im öffentlichen Beteiligungsverfahren sowie der Verlegung des Umspannwerks Lamspringe hat TenneT geänderte Planunterlagen erarbeitet. Auf Basis dieser geänderten Planungen wurde das erste Planänderungsverfahren eingeleitet. Im nächsten Verfahrensschritt steht der Erörterungstermin an. Sobald dieser feststeht, wird ihn die verfahrensführende Behörde bekannt geben.

 

Abschnitt C (Umspannwerk Hardegsen - niedersächsisch-hessische Landesgrenze)

Am 12. März 2015 hat die NLStBV das Planfeststellungsverfahren für den 48 Kilometer langen Leitungsabschnitt C eingeleitet. Der Erörterungstermin fand vom 6. bis 8. Juni 2016 in der Jugendherberge Göttingen statt. Das Genehmigungsverfahren dauert weiter an.

 

Abschnitt D (Niedersächsisch-hessische Landesgrenze - Umspannwerk Mecklar)

Für den rund 65 Kilometer langen hessischen Abschnitt hat das Regierungspräsidium Kassel im März 2015 das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Die im Zuge des Verfahrens eingereichten Stellungnahmen und Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange und Privatpersonen wurden gesichtet und bearbeitet. Der Erörterungstermin fand am 21. und 22. Oktober 2015 beim Regierungspräsidium in Kassel statt. Das Genehmigungsverfahren dauert weiter an. Auf einem ca. 5km langem Teilstück der Wahle-Mecklar – Leitung wird zusätzlich die 380-kV Leitung Borken-Mecklar auf dem Gestänge mitgeführt. Die Planunterlagen werden hierfür erstellt und beim Regierungspräsidium in Kassel zur Genehmigung eingereicht.

Mehr Informationen und Quelle: http://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/wahle-mecklar/

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